Kerstens Laufereignisse

All die lieben Erinnerungen an die "Einsamkeit"

Archiv für die Kategorie ‘Wettkampf’

Meine Wettkämpfe

Nachlese zum Hallenrunning

Geschrieben von Nagetier - 20. Januar 2010

Heute ist Regeneration angesagt und trotzdem galt es sich zu bewegen. Da ich mein Kraft- und Stabi training nicht oft, aber kontinuierlich durchhalten will, war es heute mal wieder so weit. Am Montag kam ich erst so spät in die Strümpfe, das ich vorm Abendbrot keine Zeit und danach einen vollen Bauch hatte. Ausreden gibts ja keine (ähhhähhh).

So war heute Abend wieder ‘ne knappe halbe Stunde dem wichtigen Nebentraining gewidmet.

Anschließend wurde erst mal der Hallenmarathon von Senftenberg ausgewertet. Analysen und (richtige) Schlussfolgerungen sind ja immer wichtig. Ob es mir für die nahe Zukunft was nützt, kann ich momentan nicht beurteilen. Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Zum Resümee: 1. Kilometer nicht zu schnell angegangen, das war schon mal gut. Anschließend bin ich 4 Kilometer recht stabil unter der Zielzeit gelaufen, um dann Kilometer 6 und 7 zu verbummeln. Woran es auch immer liegt kann man nicht mit Bestimmtheit sagen. Jedoch spielt der Kopf bei der hohen Rundenzahl eine sicher nicht unerhebliche Rolle. Kilometer 8 war wieder optimal, um dann den vorletzten Abschnitt wie Kilometer 7 zu verbummeln. Die letzte Runde war wieder top, was mir zeigt, das ich zwischendurch noch Reserven hatte. Das Pulsdiagramm bestätigt die Einschätzung:

Kilometerangaben ungenau (ungeeichter Foodpad)

Im Diagramm ist auch wunderschön mein Trinkgelage nach 7,25 km (hier km 7) zu sehen.  Schön auch der Endspurt zum vermeintlichen Zieleinlauf, um dann noch mal 250 m loszusprinten. Sehr schön sind auch die Sprinteinlagen beim Überholen (im Diagramm Kadenz) zu sehen.

Gestern Abend hatte ich ja noch Nägel mit Köpfen gemacht und dem Dredner Citylauf eine mecklenburger Teilnahme beigesteuert. Heute nun die Recherchen zum Winterlauf in Waren. Die Anfrage wurde prompt beantwortet und eine Teilnahme ist sehr wahrscheinlich.

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4. Senftenberger Hallenmarathon

Geschrieben von Nagetier - 17. Januar 2010

4 Wochen der Vorbereitung auf den Marathonplan des Frühjahrs sind vorbei und es stand mal wieder, der erste musste ausfallen, ein Testlauf auf dem Plan.

Ich hatte bereits im Vorfeld vom Hallenmarathon in Senftenberg gelesen und mich dann infolge passenden Termins intensiver damit beschäftigt. Ich durfte einen 10-er flitzen und dieser stand in der Lausitzhalle gleich 2x zur Auswahl. Für mich war der samstägliche Rundenwahnsinn interessant.

Am Freitagabend ging die weite Reise in die Lausitz los. Immer wieder verbinden wir unsere Laufreisen mit kleinen Erlebnissen und so war die Nacht vorm Event in Europas größtem Holzblockhaus gebucht. Die Zeit dort war wie im Fluge vergangen, als wir uns am Samstag früh kurz vor 10 zur nur 3,5 km entfernten Lausitzhalle auf die Strümpfe machten.

Außer der Außenansicht vom Gebäude und ein paar Fotos aus dem Inneren hatte ich keinerlei nützliche Informationen gefunden. Das einzige, was klar war, war der Streckenverlauf. 10.000 m in 250-er Häppchen aufgeteilt.

Nach den Betreten der Halle machte sich Ernüchterung breit: Es war recht kühl hier, das Tartan hatte auch schon bessere Zeiten gesehen und die Kurvenüberhöhung war wesentlich höher als erwartet. Nach ein paar kurzen Testrunden war klar, das wird ‘ne echte Herausforderung. Der Belag wies doch, besonders in den Kurven, erhebliche Unebenheiten auf und auch wie das Überholen “an der Steilwand” funktionieren sollte, war mir noch nach ganz klar.

Wir waren viel zu zeitig gekommen, sodass wir das ganze Flair der Halle erfassen konnten. Um 11:00 Uhr startete der ersten Wettkampf: 250 m Bambinilauf. Immer wieder schön zu sehen. Maximalspeed bis zur ersten Kurve und dann die fragenden Blicke: “Ach hier ist noch gar nicht das Ziel?”. Nach einer guten 1 Minute hatte auch der letzte kleine Zwerg die 250m Runde geschafft und wir konnten uns warmlaufen.

Kurz vor halb zwölf füllte sich der Startbereich, 56 Teilnehmer hatten gemeldet. Wir wurden fast pünklich auf die Runde geschossen und die Hatz begann. Ich kam mir vor, wie beim Bambinilauf, alle rannten wie die geölten Blitze los. Meine Zeitvorgabe hatte ich zwischen 1:04 und 1:05 für die Runde fixiert, also hatte ich Zeit. Nach 1:08 min kam ich das erste Mal an Start und Ziel vorbei. Nur noch 39 Runden. Die nachfolgenden Abschnitte pegelte ich mich fast exakt auf 1:04 min ein. Mit fortschreitendem Wettkampf war ich über die absolvierten Runden nicht mehr im Bilde. Zeitkontrolle und Nummernsuche auf der Anzeigetafel, die aber maximal 3 Läufer anzeigte, überforderten mich ein wenig. Zumal oftmal auch zur angezeigten Startnummer die bereits absolvierten Runden des nachfolgend über die Matte gelaufenen Läufers zugeordnet wurde. Sehr verwirrend, das Ganze. Hier gibt es noch Steigerungspotential. So konzentrierte ich mich auf die Addition der Rundenzeit auf die letzte Gesamtzeit. Das war genug. Ich lag die ersten 5 Kilometer super in der Wunschzeit.

Bereits kurz vorm Start hatten sich alte Bekannte eingefunden, die von meiner Teilnahme über die Anmeldelisten erfahren haben mussten. Man muss sich eben doch als Emil Zapotek anmelden. So prominent, wie Emil ist auch \”Maxes\” Sohn Franz, der aber leider nicht anwesend war. Dafür waren seine Frau und der 2. Supersportler der Familie, Paul vor Ort.

Nach den ersten 20 Runden hatte ich mich ja vom Rundenzählen verabschiedet und verlor auch zwischenzeitlich mal die zeitliche Orientierung. Ab Runde 30 gings aber wieder besser, die Überrundungen nahmen zu und auch das Staunen über die ersten. Man waren die fix. Na ja, 25 Jahre jünger halt. Aber ich arbeite ja dran, an der Verjüngung, was die Zeiten betrifft.

Check der Zwischenzeit

Nach 7 Kilometern war dann auch mal Trinken angesagt, denn die doch recht eigenartigen Hallenluft war nicht so optimal. Meine Bodencrew war jedoch perfekt ausgebildet. Alles klappte ohne vorherige Absprache blind.

Die letzten 3 Runden forcierte ich noch einmal, um dann nach 42:20 über die Ziellinie zu flitzen. Leider hatte ich mich um eine Runde verzählt, sodass ich nach Maxes (eigentlich heißt Max ja Torsten) Zuruf die Nr. 40 noch “dranlief”. Man war das ein Ärger. Aber es gibt Schlimmeres. So kam ich dann erst nach offizieller 43:29 min ins Ziel. Jeder sammelt halt seine Erfahrungen.

Obwohl ich meine Zielzeit um 30 sec. verpasst hatte, war ich doch mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Leistungsstand war mir ja auf Grund der verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle nicht ganz klar. Nun weiß ich, ich bin auf dem richtigen Weg. Mitte Januar und so ‘ne Zeit. Das läßt schwer hoffen, das ich meine Vorhaben für diese Saison schaffen kann. Und der neue Trainingsplan und meine Umsetzung scheint wohl auch zu passen.

Zu guter letzt gabs dann auch noch ‘ne Siegerehrung, die mich in der Altersklasse “alter Sack” auf dem obersten Treppchen sah.

Siegerehrung AK M45

Nun kamen aber die wahren Crecks auf die Bahn. Wir verfolgten die 1000 m der Frauen, die mit 3:24 für die Siegerin zu Ende gingen. Für die Jungs war das jedoch noch nicht  das Wahre, sodass noch mal einer drauf gelegt wurde. Die Siegerzeit hier: 2:58 min.

Man hätte den ganzen Tag noch gucken und quatschen und quatschen und gucken können. Für mich steht fest, im nächsten Jahr, wenns zeitlich passt, wird das anders organisiert. Na mal sehen, vielleicht kann unser jünstes Laufmitglied hier nächstes Jahr auch mal starten. Von 250 m über 1000, 3000, 5000 .. 50 km ist ja alles vertreten.

Für uns war halb drei die Veranstaltung zu Ende, doch die wahren Freaks, die 200 Runden laufen, starteten um 18 Uhr.

Sage niemals nie, vielleicht sieht man sich auch mal auf so’ner Distanz wieder. Bis dahin muss wohl noch ein bisschen Wasser irgendwo runter fließen. Lohnenswert ist das Event auf jeden Fall. Das es erst die 4. Veranstaltung dieser Art ist, war zu keinem Zeitpunkt zu bemerken. Alles klappte wirklich recht reibungslos. Kompliment, Männers.

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Immer wieder Sonntag kommt …

Geschrieben von Nagetier - 3. Januar 2010

ein langer Lauf. Durch den geplanten, aber sauber umgangenen, Testwettkampf von gestern war der “längere” Kanten ja bereits am Donnerstag, sodass today ein kürzeres Läufchen auf dem Plan stand. Mit knapp 15 Kilometern war die Laufstrecke letztmalig in 2008 belaufen wurden. Ein guter Grund, mal in den Forsten rund um Pribbenow und Vosshagen nach dem Rechten zu sehen. Die Nacht hatte die Temperaturen noch mal ein wenig fallen lassen, so dass zur Startzeit kurz nach halb zehn immer noch um die 6 Grad Frost angezeigt wurden. Da zog ich es dann doch vor, eine zweite Laufhose über die Wintertight zu ziehen.

Erfahrungsgemäß kommt die Kälte erst so richtig hinter den Baumreihen auf freiem Feld zum Vorschein. Da Holzauge wachsam ist, wählte ich auch die dickeren Handschuhe. Der Rest der Kleidung ist ja bekannt incl. Vermummung.

Nach 1 Kilometer war ich warm und auch der Pulsgurt gab ordentliche Werte ab. Sicher muss ich mal nach nem Update für den Brotkasten schauen, irgendwie spinnt der Gurt in der Aufwärmphase oder der Rechner am Handgelenk.

Kurz hintem “Südring” erspähte ich doch tatsächlich ein laufend Wesen. Nicht zu fassen, es bewegt sich was in der Reuterstadt und 500 m später wieder eine. Nicht gerade eine Laufgazelle, aber Bewegungen sind halt verschieden. Na und wie man selbst auf andere wirkt, ist ja noch so ein Thema für lange Winterabende.

Mittlerweile hatte ich auch wieder den YETI “an” und war froh, das die eine oder andere Autospur den 10 cm hohen Schnee niedermachte. Auch durch Pribbenow konnte ich getrost bespickt laufen, so schnell ist der Winterdienst in den entlegenen Regionen MVs auch nicht. Weiter gings in Richtung Vosshagener Wald, oder wie sein Name auch immer ist. Hier war dann endlich ;-) Kniehebelauf angesagt. Die trotzdem vorhandenen Autospuren reichten leider nur bis zum Waldrand, dann war Schluss mit der gespurten Loipe. Doch die “Freude” währte zum Glück nicht lange, dann konnte ich auch schon die L203 nach Rottmannshagen ausmachen.

Es wurde Zeit, sich der “Schneeschuhe” zu entledigen und wieder ein normales Laufgefühl zu bekommen. Hier hatten Salz und Sand aus dem großen Auto ganze Arbeit geleistet und den Asphalt in ein belaufbares Medium verwandelt. Es hatten auch nur 2 Autos die Gelegenheit, mich zu bespritzen (die Schw…), dann bog ich im Ort auf den “KAPweg” ab. Wieder war die rutschfeste Besohlung gefragt, deren anlegen bereits zur Routine wird. Die Sonne konnte sich nun der Kälte erwehren und strahlte.

Die letzten Häuser von Pribbenow kamen schnell näher und nach weiteren 4 Kilometern voller Lauffreude hatte ich die Weststadt erreicht. So macht Laufen Spaß. Ich war heuer zwar etwas langsamer unterwegs, konnte aber endlich mal die Puslvorgabe von 75% HFmax umsetzten. Und das trotz der frostigen Temperaturen. Nach 1:28 Std. hatte ich meine Basis erreicht und war 14,55 km auf den Socken. Dabei 12 km mit YETI unter den Fortitude 3.

Die Strecke mit dem garantierten Schneespaß könnt ihr euch hier betrachten.

Laufstrecke vom 03.01.2010

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