Kerstens Laufereignisse

All die lieben Erinnerungen an die "Einsamkeit"

Archiv für die Kategorie ‘Training’

Fartlek

Geschrieben von Nagetier - 11. Februar 2010

Heute sollte ein 1000-er Intervalltraining stattfinden. Doch da Holzauge wachsam ist, habe ich mich aufs Fahrtenspiel festgelegt. Die Belastung ist nicht ganz so hoch, hat in der meinigen Ausführung aber doch wettkampfspezifischen Charakter.

Die Heimreise von Arbeit ließ Böses erahnen, denn die Straßen waren zum Teil wieder schön zugeweht. Doch bis in den “Wintersportort” war diese noch nicht gekommen, sodass ich den größten Teil der Strecke easy going absolvieren konnte.

Heute habe ich dann, trotz nur 1 Grad under Zero mal ein langes Funktionsunterstück angehost, darüber noch meine Laufhose und auch 2 lange Unterteile für den oberen Astralkörper.Nebst gefütterter Laufjacke.

Sicher aber war das wieder zu warm, denn ich konnte mehrfach meine Handschuhe verpacken. Na nächste Woche wirds ja dann ganz verrückt, da wird bei 20°C ÜBER (!!!) Null gelaufen. Am heutigen Abend war mir das noch nicht vergönnt.

Kurz nach fünf gings lockeren Trabs los, 15 Minuten einlaufen durch die Stadt waren angesagt, um dann am Berg der Warener Straße die ersten 2 min mit 90-er Puls zu beginnen. Zuvor hatte ich mich noch super, locker und blitz sauber auf die Kauleiste gepackt. Kurzes Wegrutschen und langer Aufprall auf dem spiegelglatten Eis. Es war, als stünde ich neben mir und sah mir zu. Mein Knie tat dann auch wirklich weh, aber Marathonis sind hart im nehmen. Nach 500 m hatte sich’s weggelaufen. Verdammte Axt … Das war aber auch ein doppelter Rittberger. (siehe La Palma Vulkanroute ;-) ).

Bis nach Jürgenstorf hatte ich dann einige Intervalle hinter mich gebracht, um zur Halbzeit auf der völlig zugewehten Straße nach Pribbonow anzukommen. Man konnte die Straße vor lauter Schnee gar nicht mehr sehen.

Glücklicherweise beleuchtete mir ein Auto (wieder mal unfreiwilllig, da bin ich zäh) den Laufweg, sonst hätte ich die 4:15 min/km für den Stint vergessen können.

Was sich anfangs zweifelnd anließ, stellte sich anschließend als nützlich heraus. Eine kurze Biege zum Ortsausgang und zurück zum Zwergenwald war die einzig schneefreie Variante rund um Pribbenation. Hier war Gevatter Wind schon gut vorangekommen und ich hatte mit dem Gegenwind auch gut zu tun. Kurz vorm letzten 4 min Intervall konnte ich mich in den Wald flüchten, hier misst Forerunni zwar schlechter, aber “die dicken Backen” können hier auch nichts anrichten. In der Warener Straße angekommen motivierte ich mich noch mal zu einem 2 minütigen Schlussspurt – man war ich im Eimer. Schnee, Eis und Wind setzten mir echt zu und ich war heil froh, die Tempoeinheit hinter mir zu haben. Locker trabte ich nach Hause. 13,5 km in 1:21 min sind doch ne guter Feierabendrunde.

Das solls dann erst mal für diese Woche gewesen sein. Durch unsere Reise ab morgen muss der Trainingsplan ein bisschen variiert werden, man kann eben mehr (auch am Meer) laufen, denn es stehen die Varianten Freiluft und hypermoderner Fittnesstempel mit Laufbändern rund um die Uhr zur Verfügung.

Auf diesem Blog möchte ich versuchen, die Reiseeindrücke miterlebbar zu gestalten. Mal sehen, wie es zeit- und lustmäßig klappt.

Und jetzt werden Klamotten, vorallem Laufklamotten, gepackt. Alles kurze muss mit.

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“Batt. schwach”

Geschrieben von Nagetier - 9. Februar 2010

Nach meinem gestrigen Testballon und einer super durchgeschlafenen Nacht, konnte ich heute zum zweiten lockeren Lauf aufbrechen. Da ich gestern etwas verkürzt hatte, musste (was sag ich, durfte) ich heute noch mal die gleiche Distanz absolvieren. Also hatte ich heute mal meine gefütterte Laufjacke an, mir war ja gestern ein bisschen kalt. Leider ging auch die nicht über die Knie, sodass die wieder blau waren – schitt Gegenwind.

Der Start gestaltete sich recht zügig. Kurz die Satelliten zusammengesucht und ab ging die Luzi. Mein Wecker zeigte gleich zu Beginn “Batterie schwach”. Nicht mal 1 Teilstrich war zu sehen (Batterieanzeige Hauptmenü, du verrstääähst) Nach 1 Kilometer war die Zwiebel dann endgültig aus und ich konnte gaanz entspannt laufen. Kein Gepiepse, kein “Puls zu hoch” oder “Tempo zu niedrig” – herrlich. Laufen in seiner Urform. Na nicht ganz, hatte keinen Lendenschurz um und kein Fell um die Füße. Aber ich war dicht dran. Wegen der Knie und so.

Nach 6 Kilometern schaltete ich mal kurz den Chronographen ein, um den Puls nach dem Anstieg auf Jürgenstorf zu checken. 80% HFmax am Ende des Berges – top. Alles perfekt. Nach 100 m war der Quälgeist wieder aus und ich lief gegen den Wind nach Hause. Im Auf und Ab den Radweg entlang. Unser Räumkommando hatte ganze Arbeit geleistet, besten Dank.

Als die Dämmerung beendet hatte ich auch die Stadtgrenze erreicht und konnte nun auf beleuchteten Pfaden wandeln. Vom Amtsbrink waren es noch 2 Kilometer, die ich ratz fatz absolviert hatte. Kurz vorm Haus wurde noch mal das Messwerk angeworfen, um die Zielzeit zu erfassen. Ich war genau 1:07 Std. unterwegs, exakt die Zeit von gestern. Da soll mal einer sagen, ich hab kein Laufgefühl. Morgen ist Stabi-trasining dran und Gewichtsreduktion obendrein – Ihr wißt schon, Frisörtermin.

Das besondere Highlight des Abends erwartete uns nach der Nahrungsaufnahme. Unsere erste Onlinebestellung bei DECATHLON war vorfristig eingetroffen. Bis auf 1 Stück Armlinge, war alles perfekt und das zu einem Bruchteil der Halsabschneiderpreise hiesiger Laufläden. Die französische Kette war uns ja bereits von unseren zahllosen Kanarenreisen bekannt. Endlich gibts die Artikel auch online und nun gibts natürlich kein halten mehr.

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Wir sind eingeschneit

Geschrieben von Nagetier - 2. Februar 2010

oder besser, eingeweht. An einen lockeren Abendlauf ist nicht zu denken. Wo kein Schnee, kein Eis ist, da regiert der Wind. Nein, der Sturm. Hat man freilich solche Ambitionen, herrschen die idealen Trainingsbedingungen.

Ich möchte einfach nur ein ganz “normales” Marathontraining absolvieren. Also muss ich auf besseres Wetter hoffen und mich stattdessen mit Kraft- und Stabi-training fit halten. Dies tut auch Not, wie ich jedesmal bei der Beinschere merke.

Der gemeine Läufer braucht ja bestimmte Muskelgruppen gar nicht, glaubt er. Die Videos beim Zieleinlauf eines Marathons jedoch lügen nicht. Da zeigt sich, ob der Mittelkörper stabil ist. :-)

Also habe ich mich heute wieder auf den Boden (der Tatsachen) begeben und an die 30 min an meinen (fast nicht vorhandenen) Defiziten gearbeitet. Jetzt spüre ich wieder die “unbekannten” Muskeln und denke doch, einen guten Ausgleich zur ausgefallenen Laufeinheit gefunden zu haben.

Morgen soll das Schneegestöber wieder vorbei sein und so kann ich den Ruhetag, der auf Grund des gecancelten Testwettkampfes vom Sonntag nicht zwingend ist, zum Laufen nutzen. So Winterdienst, jetzt Du. Es soll mir ja nich gehen, wie dem Kollegen hier.

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