Kerstens Laufereignisse

All die lieben Erinnerungen an die "Einsamkeit"

Archiv für die Kategorie ‘Radeln’

Rosskur oder RECOM mit Fahrrad

Geschrieben von Nagetier - 12. August 2009

Ruhetage gibts im Trainingsplan fast keine mehr. Besser ist das auch. Aktive Regeneration heißt das Zauberwort und diese wurde in der Mitte dieser Trainingswoche wieder betrieben.

Die Frauen gingen zum baden und wir zwei beiden (Björn und ich) sattelten die Rösser und wählten eine in Teilen völlig unbekannte Strecke. Mindestens jedoch bis zur B194 kannte wir die tollen Dorfstraßen nur aus dem Autoatlas, soweit überhaupt verzeichnet.

Radfahren zum Kummerower Seerunde
Radfahren zum Kummerower Seerunde

Pünklichst schwangen wir uns in die Sättel, um nach Markow aufzubrechen. Durch das 1000-fach belaufene Ivenacker Gehege gings am Ortsausgang des gleichnamigen Ortes den Wanderweg nach Markow/Lindenberg entlang. Die anfangs tolle Straße verwandelte sich nach der ersten scharfen Rechtskurve in eine Schotterpiste. Schade. Ich hatte mich dahingehend geirrt, das ich glaube, der Weg setze sich so wie begonnen fort. Einziger Trost war der Verlauf am Waldrand, so dass uns der doch recht stürmische Wind nichts anhaben konnte. Kurz vor Markow, wir waren seit Minuten auf einer als “KAP-Weg” bekannten Plattenstraße am durchschütteln, gings dann entlich auf Asphalt.  Am “Orts”-ausgang Markow war dann wieder Schluß mit Straße, hier endeten die erschlossenen Gebiete. Wieder festgefahrener Schotter bis Hasseldorf. Das Hinweisschild für den weiteren Verlauf unseres Weges hatte sicher ein ganz schlauer Mops nach dem Mond verdreht, doch mir war der Weg nicht ganz unbekannt. Bis Lindenberg gabs dann eine sehr rustikale Straße. Sie stand unter Denkmalschutz (an ihr darf nichts verändert werden).

Doch nun begannen die Superstraßen, als wir in Lindenburg nach Hohenbollentin abbogen. Einige wenige Bewohner kamen nach Hause und teilten die schmalen Straßen mit uns. Als wir dann das Straßendorf passierten und uns nach Schwichtenberg wandten, war die Idylle perfekt. Super Weg, Felder rechts und links zum Fahrweg, der sich wie ein Damm durch die Landschaft zug. In der Ferne konnte wir Regengebiete und die passenden Wolken dazu bewundern. Wir allerdings waren auf der Sonnenseite unterweg. Der teils stürmische Wind wurde durch die Straßenrandbepflanzung gebrochen, so dass wir sogar das Wort des anderen verstanden. Nach eine Stunde, das kleine Örtchen Schwinkendorf war passiert, trafen wir in Borrentin auf die Bundesstraße 194.

Ab hier war die Kennung wieder vorhanden. Den Wind hatte wir nun aus erster Hand und trotz Abfahrt in Richtung Kummerower See konnten wir auf ein straffes Pedalieren nicht verzichten.

Radfahren Kummerower Seerunde über Markow-Lindenhof-Schwichtenberg-Meesiger-Kummerow-Maxfelde 12.08.2009, Höhe - DistanzIn Meesiger gabs dann endlich den ersehnten Windschutz. Man spürte deutlich die Kraftanstrengung des Windfahrens. Nun gings bergauf bergab nach Sommersdorf und weiter nach Kummerow. Was mich verwunderte war die hohe Anzahl an Urlaubern, die wir trafen. Gar keine. Sicher war es dieses mal schon zu spät, oder alle lagen zusammengekauert an den Stränden MVs, um sich vor dem Sturm zu schützen. Nach unserer kleinen Tempoeinlage folgte wir hinter Kummerow dem Waldweg nach Maxfelde. Hier hatte sich der langerwartete Rückenwind verkrochen, der uns ohne Kraftaufwand durch Wüstgrabow bis ins Gewerbegebiet nach Basepohl blies.

Von hier war es nur noch ein kurzer Weg bis in die Weststadt. Nach 48 Kilometern schalteten wir die Aufzeichnungsgeräte aus. Ein wirklich schöner, ohne Wind sicher wunderschöner, Fahrradausflug ging zu Ende. Wir hatte trotz über 20- jähriger Anwesenheit in Stavenhagen ungekannte,  teils idyllische , teils verschlafene Orte gesehen. Es ist immer wieder schön, wie inspirierend doch körperliche Anstrengung sein kann. Obwohl man sicher bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km/h nicht unbedingt von echter Anstrengung sprechen sollte. War ja aber auch nicht vorrangiges Ziel.

Ich hatte meine Muskulatur wieder ein wenig aufgelockert, um am Donnerstag dem MRT zu fröhnen.

Veröffentlicht in Radeln, Training | Kommentar schreiben »

1 Woche gedrahteselt

Geschrieben von Nagetier - 3. Mai 2009

Endlich geht sie zu Ende. Meine erste Woche nach dem Halbmarathon an der Oberelbe.

Am Dienstagfrüh hatte ich einen Termin beim Physiotherapeuten. Diese eröffnete mir eine Fehlstellung der Hüfte und ein zu schwaches Sprunggelenk am rechten Fuß. Na ja. Es hätte schlimmer kommen können.

So habe ich also für die kommenden Wochen eine echte Aufgabe bekommen – Körperstabilisierung durch Kraft- und Dehnungsübungen.

Ich befolgte die ganze Woche den Ratschlag, nicht zu laufen und sattelte statt dessen auf das Fahrrad um. Da ich in der vergangenen und der kommenden Woche Laufpause habe, ist das nicht der Weltuntergang. Doch was heißt hier Laufpause. Wir haben uns  einen Übergangstrainingsplan entwickelt, der geringe Umfänge enthält und die allgemeine Einrostung der Muskulatur verhindert.

Am Montag trat ich zur Eingewöhnung 28 km in die Pedale. Zu aller Freude war ich da mit meinem wife auf der Piste. Das wir zwei “Klosterbrüder” mal zusammen sporteln wäre mir ja vor diesem Ereignis nicht im wirresten Traum eingefallen. Am Mittwoch drahteselte ich alleine los. Nach 1,5 Stunden und 33 Kilometern Wegstrecke war ‘s dann auch genug. Meine rechte Ferse schmerze nur noch unter echter Belastung und ich konnte auch wieder ganz normal gehen. Trotzdem legte ich 2 Ruhetage ein, um mich dann am Samstag mit der ganzen Familie um den Malchiner See ( Rundkurs ) zu begeben. Das Wetter meinte es super gut mit uns und auch der Wind war außer Haus.

Nach Bruttozeit von 5:30 Std. ( Netto 3:30 Std.) waren die knapp 68 km absolviert und viele schöne Eindrücke gesammelt. Ich muss sagen, das wir auch alle relativ zusammen unterwegs waren und keiner geschwächelt hat. Sowas soll ja in den vergangenen Jahren schon einmal vorgekommen sein.

Heute nun haderte ich mit mir. Soll ich den geplanten ruhigen 10-er wagen, oder nicht. Schlußendlich siegte die Vernunft. Ich streifte die Radlerhose über und zeigte meinem Drahtesel die Wackerower Runde ( Radrunde ). Dabei gabs dann auch mal die ein oder andere Intervalleinlage. Irgendwie muss ja mein Astral … in Schwung gehalten oder wieder gebracht werden. Ich war mit ‘nem 25-er Schnitt recht zügig unterwegs und nach 1:15 Std. auch fertig mit der Welt.Also so rein psychisch gesehen. Physisch fehlt mir das echte sporteln doch. Eins muss ich ja sagen. Das radeln hat ja sicher auch was, doch es wird Zeit, das ich wieder die Laufschuhe anziehe. Morgen ist Regeneration angesagt und am Dienstag werde ich die Lage neu bewerten.

Das dahin … habe ich ja noch mein Ostergeschenk: “Das Walker-Hasser-Manifest”.

Veröffentlicht in Radeln, Training | Kommentar schreiben »

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.