Kerstens Laufereignisse

All die lieben Erinnerungen an die "Einsamkeit"

Archiv für Januar 2010

Schneechaos oder der ganz normale Wahnsinn

Geschrieben von Nagetier - 31. Januar 2010

oder

Nur in der Hölle isses noch schlimmer

Ich weis nicht, wie die “Yvonne” dieses mal genannt wurde. Auf jeden Fall herrschte am gestrigen Tage das totale Schneechaos.

Bei morgentlichen Gang zur Brötchenservice, auch Tankstelle genannt, stapfte ich noch durch den 20 cm Neuschnee, den uns die Nacht gebracht hatte.

Als dann endlich die “Sonne aufging”, zog auch ein Unwetter bekannten Ausmaßes über uns herein. Der Schneefall wäre ja noch zu ertragen gewesen, jedoch der Wind oder besser Sturm trug wieder mal zum totalen Chaos auf unseren Straße und Wegen bei. An Laufen war überhaupt nicht zu denken. Selbst die Abholung von Anne musste ausfallen. Unser Hausparkplatz war zugeweht und das Auto ebenso. Der Winterdienst hatte seine Schwerpunkte auch wieder anders als gewünscht gesetzt.

Wintersportort Stavenhagen

Nach dem Mittag und der kurzen Regeneration war plötzlich und völlig unerwartet alles vorbei. Kein Sturm, kein Schneefall. Sogar Klara lies sich blicken. Ich musste das Zeitfenster nutzen.

Vertrauend auf die erlernten Fähigkeiten der letzten Wochen wollte ich den 10 laDL auf der Jürgenstorfer Runde absolvieren. Bereits nach 500 m ereilte mich das erste “Hinderniss”. 30 cm Schnee auf dem Weg zum Gülzower Damm. Nach meinem ungewollten Lauf-ABS gings besser, YETI sei dank. Als auf den “KAP”- Weg nach Pribbenow abzweigte, ahnte ich es schon. Das oder die, man fährt ja jetzt im Team, Räumenden waren vor der letzten Verwehung hier durchgekommen. Aber es stand noch eine schmale Fahrspur zu Verfügung, an dessen Rändern sich der Schnee bis zu 50 cm auftürmte. Durch Neubauhof konnte ich gar nicht laufen. Hier gabs keinen geräumten Weg. Auch am letzten Haus Pribbenatiens war die Freilegung des Fahrwegs beendet: Rottmannshagen war nur duch bis zu 80 cm hohe Schneewehen zu erreichen. Also folgte ich der Dorfstraße immer Richtung Zwergenwald. Hier konnte man mehr oder minder gut rutschen.

Meine beiden Komplementäre Puls und Pace passten natürlich nicht so ideal. Man merkt dann schon den Unterschied, den das Laufen mit Spikes ausmacht. Als ich endlich die Warener Straße erreicht hatte musste ich auch meine Hoffnung auf eine schneefreie Bundesstraße begraben. Heute war alles chaotischer und durch die Einsatzkräfte scheinbar nicht adhoc zu bewältigen. Da Fußwege zu 50 cm hohen Schneepodesten mutiert waren, blieb mir nur die Straße. Einige Autofahrer hatten was gegen meinen Weg und äußerten sich hupend: Patten.

Nach 1:01:18 Std. war ich wieder zuhause und hatte dabei 10,25 km ge-spikt. Meine Muskulatur war merklich angespannt, durch die harte Besohlung. Doch was willste machen. Die Ankunft in der Wohnung ging mit der Mitteilung einher, das ich heute gar nicht laufen musste, sondern gestern.

Schneechaos laDL

Verdammte Axt: 6 Wochen Training und 2 mal versagt. Glücklicherweise beginnt am Montag der neue, der einzig wahr Plan: der Marathonplan. Endlich gibts wieder vernünftige Umfänge.

Durch das Aufbautraining und den nun absolvierten 10km- Tempo-Trainingsplan sind die Umfänge doch in ungeahnt niedrige Dimensionen abgerutscht. Das soll jetzt anders werden und sicher sind die 300 Monats-Kilometer jetzt wieder Standard. Ausdauer wird nun mal durch Ausdauertraining erzeugt.

Heute ist ja eigentlich ein 10-er Testwettkampf dran, doch der wird wohl dem Wetter zum Opfer fallen. Wir wissen ja alle, das ich die Zielzeit jetzt erreiche. ;-) Sicher werd ich heut Nachmittag ein kleienes Tempospiel einstreuen, um einen würdigen Abschluss zu finden.

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Schöner ruhiger Abendlauf

Geschrieben von Nagetier - 28. Januar 2010

Zum Glück, oder war das alles von langer Hand geplant, musste ich gestern nicht laufen. Ich hätte es auch nicht gekonnt, denn “Yvonne” hat die Straßen und Wege zum Austoben gebraucht. Das wäre kein Platz für mich kleinen Wurm gewesen. Meterhohe Schneeverwehungen (und Kälte) hätten ein laufen vereitelt. Selbst ein Einlaufen. “Jennifer” hieß die Isolde sagt mein Schreibtischhinternachbar.

Heute hingegen war alles wieder gut. Ja es begann sogar zu tauen. Besser war das auch, denn der Winterdienst hatte seine Prioritäten nicht auch meine möglichen Laufstrecken gesetzt. So blieb mir der einzig wahre Weg, die Jürgenstorfer Runde. Hier ist die Wahrscheinlichkeit auf Schnee zu treffen nicht sehr hoch und es bleibt immer noch das Ausweichen auf die Bundesstraße. Die kennen mich da ja schon.

Gesagt, getan. Lampe auf den Kopf und ab ging die Luzie. Heute sollten 12 km ge-ruDL-t werden. Es waren zwar nur 11, aber auf Grund der allgemeinen Weltlage halte ich das für angemessen. Alles lief bestens und bis auf ein kleines glattes Stück vor Pribbenow kann man das Geläuf als ideal bewerten. Die Laufszene aus Stavenahgen rüstet sich wieder. Habe einen blinkenden Jogger getroffen. Ich meine, mit so Weihnachtsbaumlämpchen am Arm. Oh wie schei  … schön.

Innerhalb der Stadt wieder mal mieserabel geräumt und von streuen hält ja sowieso keiner was. Aber ich will mich nicht beklagen, man kommt durch und Tempoläufe finden ja innerorts eh nicht statt. Dazu gehts ja auf die Bundesstraße ;-)

Nach 58 min war das kleine Läufchen vorbei und ich war’s zufrieden: 5:19 min/km bei 80% HFmax. Das passt.

Was man nicht alles messen kann.

Ich bin ja mal auf das Wochenende gespannt. Dann sollen 50 cm Neuschnee auf uns niederfallen. Da werd ich dann wohl den Treppenrun ins Leben rufen müssen.

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Vorerst letztes 400-er Intervalltraining

Geschrieben von Nagetier - 26. Januar 2010

Und man kann die Temperaturen vom Wochenende noch toppen.  Nach dem Stabi- und Kraftprogramm von gestern gabs heute mal wieder was für die Tempohärte. Von Arbeit brauchte ich heute etwas länger nach Hause, denn “meinem” Astra war’s zu kalt. Sein Lebenssaft war anscheinend bei der Kälte zu dick geworden, da die Mineralölmultis wieder Additive sparen. So gings nur im langsamen Tempo, das der kleine sich nicht verschluckt.
Um so zügiger sollte meine Abendunterhaltung werden. Als ich in die Karre sprang, zeigte das Thermometer noch -17°C. An meinem Zielpunkt, dem Waldstadion waren es dann -18°C. Nach kurzem Zögern und versuchter Kontaktaufnahme, ob man bei so’nem Wetter überhaupt intervallen tuen tut, sockte ich im lockeren Trab los. 4 Kilometer sollte das Einlaufen dauern. Na erst mal schauen, wann ich warm werde, dachte ich mir. Die ersten 2 Kilometer passierte es noch nicht. Besonders die Finger waren mal wieder zu weit weg vom Blutfluss.
Am Ende des Businessparks, 3000 m gelaufen, war ich schön locker und nach ein bisschen Lauf-ABC gings dann auch schon los, mit dem ersten 400-er Teilstück. Na ja. 1:36 min waren fürs erste gar nicht so schlecht und ließen hoffen. So nutzte ich die Trabpause zur intensiven Vorbereitung auf den 2. Stint. Beschwörungsformeln wurden aufgesagt und die Brille eingepackt. Ich musste den cw-Wert verbessern. Und siehe da 1:33 min waren fast perfekt. Und so sollte es weitergehen. Nach 3:50-3:51-3:48 (min/km) war die Hälfte des Pensums bereits erfüllt und ich fühlte die Kälte kaum noch.
Langsam wurde mir auch bewusst, das ich mich langsam von den geliebten 400m Intervallen verabschieden musste, denn im Marathonplan, der am Montag beginnt, gibts so’ne Sprintditanzen nicht mehr. Dafür aber die geliebten langen Kanten. Meine bessere Hälfte erkundigte sich am Sonntag schon ganz besorgt, ob denn die super langen Läufe schon wieder anfangen. Jaaa, man vermisst mich eben ;-) .
Die letzten 5 Einheiten folgten im Supertiming, lediglich zum Ende zu trennte mich nur 1 Sekunde von der Vorgabe. Da soll mal einer sagen, bei extremen Minusgraden macht man keine Intervalle. Es lief perfekt. Was ist schon Frost, dagegen kann man was tun, gegen Schnee und Eis bis du machtlos.
Auch der immer wieder gern gezeigte Sägezahn macht unruhig – zu gut.
Das letzte Intervall wäre beinahe dem Trab zum Opfer gefallen. Mit dem Gezähle kann ich mich aber auch nicht anfreunden.

Ich trabte zum Auto, es sprang sogar noch an und brachte mich ohne zu “hüpfen” in die Wanne. Das wars dann auch schon mit den schnellen Einheiten für diesem Abschnitt des Jahrestrainingsplanes. Der Rest der Woche wird ein bisschen ruhig und locker gelaufen, um am Sonntag mit ‘nem Testwettkampf abzuschließen. Wo der sein wird? Muss sicher noch ins Leben gerufen werden, denn wirklich tolle Läufe in der Nähe habe ich bisher noch nicht entdeckt. Kommt Zeit .. kommt Rat.

Jetzt wird erst mal regeneriert.

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